Informationen für Mitarbeiter*Innen der Erzdiözese Salzburg

Da sich die Gesetzeslage und Bestimmungen sowie Rahmenbedingungen ständig ändern können, möchten wir Sie mit aktuellen Informationen auf dem Laufenden halten.

Diese Aussendung ersetzt alle vorherigen Mitteilungen in diesem Bereich und ist ab sofort gültig.

Mit den unvorhergesehenen Ereignissen im Rahmen der Corona Krise treffen uns große Heraus-forderungen. Oberstes Ziel ist es, als Kirche weiterhin – trotz räumlicher Entfernung – nahe bei den Menschen zu sein und uns als Organisation funktionsfähig zu erhalten.

Im Geiste der Solidarität bitten wir jede(n) um ihren/seinen Beitrag zur Bewältigung der Krise.

Diese Information gilt für folgende Mitarbeiter*innen:

·        Erzdiözese Salzburg - Ordinariat, Finanzkammer / Kirchenbeitrag

·        Katholische Aktion

·        Pfarren (Für die Pfarrkindergärten sind die per Email übermittelten Vorgaben des Schul-amtes/Kindergartenreferats und der Rechtsabteilung der Erzdiözese Salzburg einzuhalten. Besonders sei auch darauf hingewiesen, dass auch die Vorgaben des Landes und der Stadt Salzburg an private/kirchliche Träger von Kinderbetreuungseinrichtungen einzuhalten sind.)

 

Für arbeitsrechtliche Fragen wenden Sie sich bitte an Frau Dr. Tamara Reiter unter tamara.reiter@zentrale.kirchen.net.

Fragen weiterer Rechtsträger werden durch deren Leitung mit Dr. Maria Troyer (maria.troyer@zentrale.kirchen.net) bearbeitet.

 

Veränderter Betrieb:

Seelsorge hat in Krisenzeiten eine besondere Bedeutung, auch wenn sie sich unter anderen Bedingungen ereignet. #trotzdemnah ist die Devise, unter der wir jetzt pastoral handeln. Aktuell herausfordernd ist, neue Wege und Kanäle zu finden, um mit den Menschen in Kontakt zu sein. Da wir mit der ganzen Gesellschaft in der gleichen Situation sind, ergeben sich viele neue Anknüpfungs-möglichkeiten. www.trotzdemnah.at

Wir sind bemüht, pastorale und notwendige Verwaltungsaufgaben weiterhin wahrzunehmen und den laufenden Betrieb aufrecht zu erhalten. Durch die aktuellen Umstände und gesetzlichen Vor-gaben lassen sich Verzögerungen und Einschränkungen nicht vermeiden. Wir danken allen Mitarbeiter*innen für ihre Geduld und die gute Zusammenarbeit.

Der Zahlungsverkehr und die Personalverrechnung sind sichergestellt.

 

Erreichbarkeit der Zentrale:

Die Zentrale ist telefonisch unter 0662 8047-0 von Montag bis Donnerstag von 08:00 bis 17:00 Uhr und am Freitag von 08:00 bis 12:00 Uhr erreichbar. Externe Besucher*innen können derzeit nicht empfangen werden.

Die Post für Bischofshaus (Kapitelplatz 2) wird vorläufig nicht mehr täglich, sondern nur mehr zweimal wöchentlich - jeweils Dienstag und Donnerstag – bei der Hauptpost abgeholt und dann verteilt.

Das Borromäum ist Montag bis Freitag telefonisch von 7:00 bis 17:00 Uhr erreichbar.

Der Postaustausch zwischen Bischofshaus und Borromäum erfolgt nur am Donnerstag.

 

Erreichbarkeit Kirchenbeitrag:

Die Kirchenbeitragsstellen sind aktuell im Journaldienst besetzt. Die Mitarbeiterinnen und Mit-arbeiter sind telefonisch sowie per Email erreichbar.

 

Erreichbarkeit Katholische Aktion:

Der Generalsekretär und die Bereichsgeschäftsführer sind telefonisch (Handy) und per Mail erreich-bar.

 

Erreichbarkeit Seelsorge/Pfarren:

Uns erreichen viele Beispiele aktiver nachgehender Seelsorge aus allen Teilen der Erzdiözese. Für alle Umsicht und das Engagement danken wir herzlich.           
Wir bitten alle Seelsorger*innen in den Pfarren, aktiv die Nöte der Menschen aufzugreifen und Hilfe mit zu organisieren. Ideen dazu finden sich auf der Homepage www.trotzdemnah.at.       
Neue Ideen bitten wir an das Amt für Kommunikation (kurt.sonneck@komm.kirchen.net) zu melden, damit diese eingepflegt werden können.

 

Erreichbarkeit Sorgentelefon:

Zusätzlich zur Telefonseelsorge 142 richten wir ein #trotzdemnah Corona-Sorgentelefon unter einer kostenlosen 0800er Nummer ein. Seelsorger*innen sind für alle da, die sich allein oder verlassen fühlen und voll Sorge sind. Seelsorger*innen sind täglich von 07:00 bis 23:00 Uhr für Gespräche ver-fügbar. Das Corona-Sorgentelefon ist bei der Telekom Austria bestellt und wird derzeit eingerichtet.

 

Technische Arbeitsmittel für das Diözesane Netzwerk von außen:

·        Citrix

Grundsätzlich kann sich jeder berechtigte Mitarbeiter (d.h. in Absprache bzw. im Auftrag des jeweiligen Dienstvorgesetzten) im Diözesanen Netzwerk auch von außerhalb dieses Netzwerks (also z.B. auf Reisen oder im Home-Office) via: citrix.kirchen.net anmelden. Dies entspricht dem internen Zugriff auf den Arbeitsplatz!

 Für den Zugriff ist neben dem bekannten Benutzernamen und dem Passwort erforderlich: 

1.      SMS Passcode - dadurch wird im zweiten Schritt eine SMS mit einem Einmalcode auf das registrierte Handy zugesandt.    
 -> Dieser kann bei der IT Abteilung beantragt werden – sofern noch nicht vorhanden. 

2.      Zusätzlich muss bei der ersten Anmeldung der sogenannte Citrix Client installiert werden. 

3.      Falls diese Installation unter Windows nicht gelingt, kann telefonisch und/oder per Fern-wartung bei uns Hilfe geleistet werden.

4.      Der aktuelle Link zum Ausführen der Fernwartung lautet:
https://download.teamviewer.com/download/TeamViewerQS.exe

·        Telefonische Erreichbarkeit und Smartphone

Grundsätzlich kann jeder Festnetzanschluss vorübergehend auf ein externes Mobiltelefon weiter-geleitet werden. Das sollte allerdings nur geschehen, wenn man erreichbar ist. Umgekehrt kann auch das Mobiltelefon ganz/gleichzeitig auf einen Festnetzanschluss geschalten werden. Für die Um-setzung dieser Maßnahmen können Sie die Unterstützung unserer IT-Abteilung erhalten, sofern sie diese benötigen.

·        Webmail

Eine eingeschränkte Form für den Abruf von Emails und Kalendern steht auch per owa.kirchen.net/owa/webmail zur Verfügung. Allerdings ist das kein vollwertiger Ersatz für einen fixen Arbeitsplatz und die Funktionen für Anhänge etc. sind eingeschränkt; es ist jedoch eine schnelle Alternative zu Outlook unter Citrix.

 

Vorsichtsmaßnahmen, wenn weiter am regulären Arbeitsplatz gearbeitet wird:

Darauf achten,

·        dass nur eine Person pro Raum arbeitet,       

·        dass der Sicherheitsabstand von mindestens einem Meter eingehalten wird.

Auf die notwendigen Hygiene-Maßnahmen wurde schon mehrfach hingewiesen.

 

Wenn Arbeiten von zuhause aus möglich ist:

Es darf höchstens die tägliche Soll-Arbeitszeit geleistet werden, die auch aufzuzeichnen ist. Mehr- und/oder Überstunden dürfen nicht geleistet werden.

 

Umgang mit Arbeitszeit:

Wir bitten Sie dringend, Arbeitszeitlösungen einvernehmlich in folgender Reihenfolge in Anspruch zu nehmen:

1.      Abbau der Zeitguthaben

2.      Alturlaub (der Vorjahre) verbrauchen

3.      Meldung bei der/dem Dienstvorgesetzten - Vereinbarungen in folgender Reihenfolge treffen:

a.      Alternative Dienstverwendung nach Absprache mit Amtsleiter*in (KA: Bereichs-GF)

b.      Verbrauch aktueller Jahresurlaub

c.      Minusstunden (max. eine wöchtl. Sollzeit)

d.      Unbezahlter Urlaub

4.      Sonderlösungen

 

Zuerst erfolgt Zeitausgleich, anschließend Urlaub. Wer keine Zeitguthaben und Alturlaube mehr hat, sollte in Absprache mit der/dem zuständigen Dienstvorgesetzen eine alternative Tätigkeit in einem anderen Bereich prüfen. Des Weiteren kann ein Verbrauch des aktuellen Urlaubs angedacht werden, was ebenfalls mit der/dem Dienstvorgesetzen zu klären ist. Wenn dies auch nicht möglich wäre, sollten bis zu einem vertretbaren Ausmaß (max. 40h), und nach Absprache mit der/dem Dienstvor-gesetzen, Minusstunden gebucht werden.

Nach Ende der Krisensituation ist mit einem hohen Arbeitsanfall zu rechnen, wo diese wieder aus-geglichen werden können. Erst danach kann mit der/dem Dienstvorgesetzen über einen unbezahlten Urlaub oder etwaige Sonderlösungen gesprochen werden.

Die Frage, ob die gesetzlichen Möglichkeiten für Kurzeitarbeit auch für die Kirche gelten, ist derzeit in Abklärung.


Sonderbetreuungszeit bis zu drei Wochen:

Wir geben unseren Arbeitnehmer*innen mit Betreuungspflicht für Kinder unter 14 Jahren die Mög-lichkeit, sich eine Sonderbetreuungszeit bis zu 3 Wochen zu nehmen. Diese Sonderbetreuungszeit kann tageweise genommen werden. Die Betreuung durch die Großeltern ist ausdrücklich nicht erwünscht. Um die Modalitäten zu klären, ist mit der/dem Dienstvorgesetzten telefonisch oder per Mail so schnell wie möglich Kontakt aufzunehmen.

Werden trotz Betreuungspflicht zu Hause betriebliche Arbeiten übernommen, sind diese mit der/ dem Vorgesetzten ebenfalls zu besprechen. Es ist darauf zu achten, dass Betreuungs- bzw. Arbeits-tage nur ganz (nicht stundenweise) genommen werden können. An Arbeitstagen muss die Arbeitszeit selbstverständlich aufgezeichnet werden. Es besteht die Möglichkeit der Öffnung des Gleitzeit-rahmens. In jedem Fall ist darauf zu achten, dass keine Über- oder Mehrstunden entstehen.

Für Mitarbeiter*innen, die von ihrem Arbeitsplatz unabkömmlich sind, gilt diese Regelung nicht. Die letzte Entscheidung liegt beim Erzbischof mit seinem Einsatzstab.

 

Bin ich als Dienstnehmer*In verpflichtet, eine Infektion mit dem Coronavirus bekanntzugeben?

Ja. Bitte Meldung an die/den unmittelbare*n Dienstvorgesetzte*n. Nur so können wir Vorsorge-maßnahmen zugunsten der gesamten Belegschaft treffen.

 

Habe ich Anspruch auf Krankenstands-Entgeltfortzahlung, wenn ich mit dem Coronavirus infiziert bin?

Ja. Es liegt ein „ganz normaler Krankenstand“ mit den entsprechenden Rechtsfolgen vor. Wird der/die Dienstnehmer*in vom Arzt oder der Behörde laut Epidemiegesetz abgesondert, hat die Dienstgeberin gegenüber dem Bund einen Anspruch auf Ersatz des fortbezahlten Entgelts. Auch daher die Verpflichtung, eine Erkrankung mit dem Coronavirus wie oben angeführt zu melden.

 

Was ist, wenn ein mit mir im gemeinsamen Haushalt lebender Angehöriger am Coronavirus erkrankt?

Wir gehen davon aus, dass in dem Fall behördliche Quarantäne persönlich angeordnet wird (Bestätigung an die Arbeitgeberin senden). Damit gelten die gesetzlichen Bestimmungen zur Entgeltfortzahlung im Quarantänefall. Unabhängig davon ersuchen wir den/die Dienstnehmer*In zu Hause zu bleiben. Sollte eine Arbeit von zu Hause aus möglich sein (Dienstnehmer*in ist nicht krank), dann ist diese Möglichkeit mit der/der unmittelbaren Dienstvorgesetzten zu besprechen und zu koordinieren.

 

Was ist, wenn ich / meine Familie / das Gebiet, in dem ich wohne / mein Weg zur Arbeit / meine Dienststelle selbst behördlich unter Quarantäne gestellt werden?

Wird behördlich eine Quarantäne verordnet, dann kann und muss der/die Dienstnehmer*in nicht zur Arbeit kommen. Bitte dies umgehend der/der unmittelbaren Dienstvorgesetzten melden. Das Arbeitsentgelt wird weiterbezahlt, die Dienstgeberin kann dieses im Nachhinein vom Bund zurück-verlangen. Ist Arbeit von Zuhause nach wie vor möglich (Dienstnehmer*in ist nicht krank), kann diese, wie oben beschrieben, durchgeführt werden.

Mitarbeiter*innen, die von ihrem Arbeitsplatz unabkömmlich sind, erhalten eine Bestätigung der Arbeitgeberin, um zum Arbeitsplatz zu gelangen.

 

Darf ich von der Arbeit fernbleiben, weil ich mich vor einer Ansteckung fürchte?

Nein, das wäre ein einseitiges, grundloses Fernbleiben von der Arbeit. Nur wenn objektiv nachvoll-ziehbare Gründe (bspw. chronische Vorerkrankungen, …) vorliegen, könnte eine Verweigerung der Arbeitsleistung gerechtfertigt sein. Bitte nicht „einfach daheim bleiben“, sondern unmittelbar die/den direkt zuständige/n Dienstvorgesetzte/n ansprechen und eine Lösung finden.

 

Ich zeige Erkältungssymptome, soll ich „zur Sicherheit“ zu Hause bleiben?

Wenn Sie Symptome (Fieber, Husten, Kurzatmigkeit) aufweisen oder befürchten, erkrankt zu sein, bleiben Sie zu Hause. Wählen Sie 0800 555 621 (Corona Hotline) und erfragen Sie die für Sie geeignete weitere Vorgehensweise.

Die Nummer 1450 rufen Sie dann an, wenn Sie einen konkreten Corona-Verdacht haben. Eine telefonische Krankmeldung beim Hausarzt ist mittlerweile möglich.

Bis zur Abklärung befinden Sie sich „ganz normal“ im Krankenstand.

 

Ich hege während der Arbeit einen konkreten Corona-Verdacht, was tun?

Der/die Dienstnehmer*in soll in einem abgesonderten Raum untergebracht und versorgt werden, es ist 1450 anzurufen. Ein allfälliger Notbetrieb in der Einrichtung ist von den anderen anwesenden Dienstnehmer*innen aufrechtzuhalten. Es sind die Anweisungen der Ärzte und Behörden zu befolgen.

 

Gibt es Sonderbestimmungen für Schwangere?

Es wird empfohlen, im Einzelfall mit der/dem eigenen Gynäkologen/in Kontakt aufzunehmen bzw. mit der/dem Arbeitsmediziner*in Rücksprache zu halten. Rein rechtlich gesehen gibt es keine Sonderregelungen.

 

Ich gehöre einer definierten Risikogruppe an bzw. lebe mit Personen mit Vorerkrankungen zusammen - wie tun?

Folgende Personengruppen haben das höchste Risiko für eine schwere Erkrankung durch Corona:

-        Menschen im Alter von über 65 Jahren

-        Menschen mit Grunderkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, chronischen Atemwegserkrankungen und Krebs

 

Gehören Sie als Dienstnehmer*in dieser Gruppe an, wollen wir Sie besonders schützen:

Nutzen Sie die Möglichkeit der Arbeit von zu Hause aus (beispielsweise auch Beratungen via Telefon), konsumieren Sie bitte soweit wie möglich Zeitausgleich und Urlaub. Besprechen Sie sich mit Ihrer / Ihrem  direkten Dienstvorgesetzten und finden Sie eine gemeinsame Lösung.

 

Informationsfluss in der Erzdiözese

Informationen innerhalb der Abteilungen sind wie folgt:

Mitarbeiter*in -> Vorgesetzte/r -> Amtsleiter/in -> Covid Einsatzstab Erzbischof (www.kirchen.net/corona). Alle arbeitsrechtlichen Anfragen sind in erster Linie mit dem/der Abteilungsleiter*in zu klären. Bei zusätzlichen Fragen kann Fr. Dr. Tamara Reiter (tamara.reiter@zentrale.kirchen.net) von der/dem Abteilungsleiter*in kontaktiert werden.


Seelsorge


Für Mitarbeiter*innen der Seelsorge (Priester und Laien) gelten die bereits veröffentlichten Regelungen. Allerdings ist dabei zu berücksichtigen, dass bei ihnen der Fokus bei den Menschen in Not liegt. Aus diesem Grund wird bei der Abhaltung von Besuchen an die Eigenverantwortung der Personen appelliert. Zu überlegen ist, ob die Kommunikation wirklich persönlich erfolgen muss, oder ob diese auch telefonisch abgehalten werden kann.

Verhaltensregeln

Besuche sind zu unterlassen und Besprechungen auf das Notwendigste zu reduzieren. Im Grunde ist es aus momentaner Sicht geplante Reisen zu verschieben als abzusagen, da bei Pandemiestorno die Reiseschutzversicherung nicht zahlt. Die digitalen Medien sollten bestmöglich genutzt werden. Dienstreisen oder Fahrten zu Fortbildungen sind grundsätzlich untersagt und nur auf Anordnung des Dienstvorgesetzten zu genehmigen. Reiseveranstaltungen von Einrichtungen und Pfarren sind bis zum 1. Juli 2020 abzusagen.